Gschichtn

Juli Schnee

Was ist bloß los mit dem Sommer? Keine beständige Wetterlage in Sicht. Dafür gab´s den ersten Schnee bis auf 1600 Meter runter.

Klot ist gerade zu Besuch im Flow Valley und motiviert neue trails kennen zu lernen. Die Entscheidung fällt auf einen Gipfel, den man nicht mehr ganz zum Flow Valley zählen kann, ein bekannter Skitourengipfel weit im Westen. Meisten sind gute Skitouren auch gute Trailtouren und so ziehen Arnau, Klot, Stefan und ich Richtung Westen los.

„Schwere Wanderung“ heißt es in der Wanderbeschreibung, 1600 hm sind zu bewältigen, davon 1000 hm tragen, also schon eine Ansage. Die Stimmung ist etwas gedämpft beim Aufstieg, extrem steil, kalter Wind bläßt uns um die Ohren und der Gipfel ist wolkenverhangen. Beim Aufstieg tauchen immer wieder die typischen Fragen auf, ist das überhaupt fahrbar bei dem losen Untergrund und der Steilheit.

Frozen Gipfelkreuz
Frozen Gipfelkreuz

Endlich oben. Das Gipfelkreuz hat eine feste Eiskruste und das im Juli, leider immer noch alles wolkenverhangen, aber als unser Jammern jemand erhöht hat, reißt es auf einmal auf und es gibt eine mystische Stimmung mit den Wolken, blauen Himmel und den 5cm Neuschnee.

Klot und Arnau knipsen abwechselnd die Gipfelline mit den schönen Kontrasten , aber jetzt wird’s dann erst und es geht an die respektvolle Abfahrt. Zu unserem Erstaunen sind fast alle Stellen zu meisten, an den knackigen Stellen gibt uns Klot noch wertvolle Tipps und spottet uns auch.

Nach ca. 1000 Tiefenmeter Stolperbiken vom Feinsten kommt dann auch noch ein Wahnsinns Flowtrail, den wir wegen der Auffahrt auf der Forststrasse vorher nicht sehen konnten. 600 Tiefenmeter Flowrausch lassen alle grinsen und beim Dorfwirt gibt´s auch noch das verdiente After Trail Bier.